24.08.2017

Drogenaufklärung auf youtube - "Drugslab"

Sie konsumieren MDMA, LSD, GHB, Alkohol, Tabak, Cannabis und anderes vor der Kamera. Einer konsumiert, die andere Person sieht zu und kommentiert. Begleitet von ExpertInnen und Sanitätern. Wozu? Um sachlich aufzuklären und damit Jugendliche nicht selbst unreflektiert experimentieren müssen. Am Youtube-Channel von „Drugslab“ kann man zusehen, was Substanzen mit einem machen.  „Im Namen der Wissenschaft,“ erklärt Rens Polman, einer der drei YoutuberInnen. Am Ende gibt es eine Zusammenfassung, „Dos“ und „Don´ts“ der jeweiligen Substanz werden erklärt.

Das Studio ähnelt einem Physiklabor einer Schule. Seit etwa einem Jahr gibt es den Kanal. Millionen Mal wurden die Videos angesehen.

Rens Polman ist der Ideengeber des Aufklärungs-Channels. Wie es zur Idee kam? Auf einem Festival war er besorgt und verwundert über den zugedröhnten Zustand vieler jungen Menschen. Polman denkt, dass „Drugslab“ einen Beitrag leisten kann, dass KonsumentInnen besser informiert sind.

Es hagelt aber auch Kritik: Die Youtuber würden Drogen verharmlosen und sich obendrein auf Staatskosten berauschen, weil der öffentlich-rechtliche Sender der Produzent des Formates ist.

Nelli Benner von „Drugslab“ ist trotzdem überzeugt, „damit einem aufgeschlossenen, ehrlichen und intelligenten Blick auf Drogen zu ermöglichen. Auch um die Augen nicht vor den Problemen zu verschließen, sondern darüber zu Sprechen und die Diskussion zu bereichern.“

 

Drugslab auf Youtube

Story auf "futurzone"

Story auf "Vice"