15.11.2017

Glühwein, Punsch & Co. – Alkohol wärmt?

Kalt ist es. Du wärmst dich gern mit Glühwein auf? Ein wohlig-warmes Gefühl stellt sich ein, das Gesicht glüht. Also liegt dein Schluss nahe: Alkohol wärmt?

Sorry, aber das stimmt nicht.

Es ist wie wenn dir ein Hund ans Bein pinkelt. Am Anfang ist es vielleicht schön warm aber später wird es richtig kalt.

Alkohol erweitert die Gefäße und sorgt beispielsweise an Händen und im Gesicht für das vorübergehende, feine Wärmegefühl. Ein heißes Getränk verstärkt das Gefühl zusätzlich. Die eigentliche Körpertemperatur steigt dabei aber nicht.

Unser Körper schaltet sich bei Kälte in Alarmmodus, muss die Lebensfunktionen aufrechterhalten und verengt normalerweise jene Gefäße, die nicht so wichtig sind wie eben die der Hände. Damit kann er besser die (wichtigeren) inneren Organe mit Blut versorgen und vor Unterkühlung schützen.

Mit Alkohol wird diese Regulation im Körper gestoppt. Außerdem strahlen wir über die warme Haut mehr Energie nach außen ab.

Ist man rechtzeitig wieder im Warmen ist das Ganze nicht sonderlich tragisch. Fatal wird es, wenn dieser Kühleffekt mit der Wirkung des Rausches zusammenkommt. Man fühlt sich subjektiv körperlich sehr warm, unterkühlt jedoch und kann das Bewusstsein verlieren.

Gut aufpassen!

Foto flickr cc dantheurer