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10.01.2014

Kokainproben mit Wurmmittel verunreinigt

Gut 70 Prozent des auf der Straße verkauften Kokains sind mit dem Pferde-Wurmmittel Levamisol gestreckt - dies ergab eine Untersuchung der Med-Uni Wien

Wer glaubt, es bei Kokain mit einer "reinen" Substanz zu tun zu haben, liegt fast immer falsch. Denn mehr als 90 Prozent des auf der Straße verkauften Kokains ist mit unterschiedlichen Streckmitteln versetzt. Und immerhin fast drei Viertel wird mit Levamisol - einem für den Menschen gesundheitsgefährdenden Wurmmittel für Pferde und andere Paarhufer - gestreckt. Die Studie bestätigt einmal mehr, dass in Drogen häufig nicht oder nicht nur das drinnen ist, was sich Drogenkonsumenten erwarten. Wissenschaftlich geklärt sind die genauen Mechanismen und Wirkungen vieler Substanzkombinationen bisher allerdings nur ansatzweise. Klar ist jedoch, dass Drogen-Cocktails in der Regel noch gefährlicher sind als die einzelnen Substanzen. "Auch deshalb sind Prävention und Aufklärung im Zusammenhang mit dem missbräuchlichen Konsum von Suchtmitteln so wichtig", so Univ.Prof. Dr. Harald Sitte von der Med-Uni Wien. 

Quelle und vollständiger Artikel: der Standard