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16.01.2014

Shisha-Verbot in Salzburg?

In Salzburg wird derzeit ein gesetzliches Verbot von Wasserpfeifen für unter 16-Jährige gefordert.

Mehr als 100 Millionen Menschen rauchen täglich Wasserpfeifen. Das Rauchen von Wasserpfeifen ist in orientalischen Ländern schon lange Tradition und mit einem bestimmten Lebensgefühl verbunden. Feste feiern, sich mit Freunden treffen und gemütlich in der Runde Shisha rauchen. Chillen mit Shisha ist für viele Personen völlig normal und mittlerweile ist der Trend längst in Europa angekommen. Shops und Trafiken verkaufen das nötige Equipment.

Shisha statt Zigarette?

Immer wieder wird die Wasserpfeife mit der Zigarette verglichen. Das ist nicht ganz einfach da die Schädlichkeit von der konsumierten Dosis, der Dauer und der Häufigkeit des Konsums abhängig ist. Die Zahl der täglichen Zigaretten wird bei vielen vermutlich ungleich höher sein als der tägliche Wasserpfeifengebrauch. Dennoch birgt auch die Wasserpfeife (unterschätzte) gesundheitliche Risiken. So können beim Wasserpfeifenkonsum höhere Kohlenmonoxid- und Teerwerte als nach dem Zigarettenkonsum nachgewiesen werden. Der Rauch, der durch den Wasserbehälter gezogen wird, und nach Banane oder Erdbeere schmeckt, kratzt nicht so wie bei der Zigarette, ist deswegen aber nicht gesund wie viele denken. Im Gegenteil: Da der Rauch kälter ist als bei Zigaretten werden die giftigen Stoffe wie Nickel oder Blei tiefer in die Lunge gezogen.

Der Konsum von Wasserpfeifentabak fällt unter das Jugendschutzgesetz der jeweiligen Bundesländer und ist für unter 16-Jährige prinzipiell untersagt.

Tabakalternativen sind Dampfsteine oder andere (meist aromatisierte) Kräuter. Sie sind nicht prinzipiell verboten. Sie sind jedoch trotzdem gesundheitlich nicht unriskant.

Links: Nikotin

Quelle: orf.at