29.05.2018

WhatsApp erst ab 16 Jahren

Wie u.a. das deutsche Portal klicksafe.de berichtete, hat der bekannte Messenger-Dienst WhatsApp seine Altersfreigabe für die Nutzung von 13 auf 16 angehoben. Grund ist die seit 25. Mai geltende neue europäische Datenschutzgrundverordnung. Darin ist u.a. geregelt, dass Eltern der Verarbeitung von sensiblen Daten ihrer Kindern unter 16 Jahren zustimmen müssen. Ähnliches gilt für Facebook. Hier gilt zwar noch die Altersgrenze von 13 Jahren. Es soll jedoch laut Bericht bald ein neues Tool kommen, dass die Einwilligung der Eltern zur Nutzung des Dienstes durch ihre Kinder abfragen soll.
Ob diese Maßnahmen ausreichen werden, um Kinder vor ungewollten oder verstörenden Inhalten und Kontakten zu schützen, sei jedoch dahingestellt. So plädieren die Experten von Klicksafe für ein Altersverifikationssystem, das tatsächlich verhindern würde, dass Kinder unter 16 Jahren den Dienst nutzen.

Alternativen zu WhatsApp & Co.?

Da die Kommunikation via Messenger für Kinder und Jugendliche sehr attraktiv ist, hat das deutsche Kompetenzzentrum für den Jugendschutz im Internet (jugendschutz.net) altersgerechte Alternativen zu WhatApp & Co. getestet. Die Messenger Maily, Tocomail, Monster Messenger und VTech Kid Connect konnten dabei mit durchaus positiven Ergebnissen in Sachen Jugendschutz punkten.
Das österreichische Pendent zu Klicksafe ist Saferinternet.at. Auch hier finden sich zahlreiche Tipps und Hilfestellungen für Eltern und Pädagogen/innen – unter anderem bietet die Seite einen Überblick über die Altersgrenzen der jeweiligen Dienste.

 

Quellen und weiterführende Infos:

Beitrag auf klicksafe.de: WhatsApp erhöht das Mindestalter für die Nutzung auf 16 Jahre

Themenpapier Jugendschutz.net: Kinder-Messenger: Meist sicher,aber unattraktiv

Saferinternet.at: Mindestalter: Ab wann dürfen Kinder WhatsApp, Instagram & Co. nutzen?

 

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