Was ist eigentlich ein "Blackout"?

Unter "Blackout" oder "Filmriss" versteht man, wenn man sich nach einer durchzechten Nacht mit zu viel Alkohol nicht mehr an das erinnert, was man im Vollrausch so alles gesagt und getan hat.

Man kann sich aufgrund des hohen Alkoholkonsums später an nichts mehr erinnern, obwohl man nicht bewusstlos war. Personen mit Vollrausch-Filmriss können sich unterhalten, sich bewegen und eben Dinge tun, die später oftmals nicht soooo super sind: Es kann vorkommen, dass man plötzlich an einem Ort aufwacht, von dem man nicht weiß, wie man dort hingekommen ist...

Was passiert dabei im Gehirn?

Das Gehirn war bei einem Filmriss nicht vollständig, sondern nur in Teilen "lahmgelegt". In erster Linie betrifft diese "Vollrausch-Lahmlegung" das episodische Gedächtnis, das Informationen über Ort, Zeit und andere kontextbezogene Dinge miteinander verknüpft.

Es sind die Schlüssel-Rezeptoren im Gehirn, die vom Alkohol durcheinandergebracht werden. Die so genannte Langzeitpotenzierung wird verhindert. Dadurch sind die Verbindungen zwischen den Nervenzellen geschwächt. Diese sind wichtig fürs Lernen und das Gedächtnis. Im Gedächtniszentrum des Gehirns, dem Hippocampus, können eingehende Informationen nicht mehr richtig gespeichert werden, die Zellen kommunizieren nicht mehr richtig miteinander.

Ab welcher Menge Alkohol tritt ein Filmriss ein?

Auf diese Frage kann die Forschung keine eindeutige Antwort geben. Sogar bei derselben Person kann die Menge Alkohol, die zu einem Filmriss führt, erheblich schwanken. Darüber hinaus gibt es Menschen, die trotz starkem Alkoholkonsum und Rauschtrinken noch nie einen Filmriss hatten.

Dies spricht dafür, dass auch genetische Voraussetzungen eine Rolle spielen. Forschungsergebnisse konnten aber folgenden Zusammenhang zeigen: Das Risiko für einen Filmriss ist besonders hoch, wenn in kurzer Zeit sehr große Mengen Alkohol - vor allem Hochprozentiges, also Schnaps, Wodka etc. - getrunken werden.

Gefahren

Besonders häufiges Rauschtrinken kann schließlich auch zu Schäden am Hippocampus führen. Insbesondere wenn sich Jugendliche häufig betrinken, kann ihr Gehirn Schaden nehmen. Die Folge: Das Lernen kann dauerhaft beeinträchtigt sein.

Durch den erhöhten Alkoholkonsum ist aber nicht nur das Gehirn in Gefahr. Personen, die ein Blackout haben, sind zwar noch eingeschränkt handlungsfähig, sie haben aber ein erhöhtes Unfallrisiko.

Ungeschützter Sex, Verwicklung in Schlägereien, Beeinträchtigung des Urteilsvermögens, alkoholbedingte Verkehrsunfälle können daraus folgen.

Es reicht aber auch ein unangebrachtes, "gschissenes" Verhalten gegenüber Freunden, die einem Nahe stehen.


...die Chronologie eines Absturzes

"ordentlich drüber" oder in "guter Form" wird in diesem Clip gegenübergestellt.

Unten: eine Frau und ein Mann amüsieren sich im Club, da ein kleiner Flirt, dort eine Tanzeinlage. Ein feiner Abend. Oben: Die Chronologie des (Alkohol)Absturzes. 

Der Clip ist eine Werbung eines dänischen Busunternehmens, das Nachtbusse auch in Clubs und Diskotheken schickt.


Reparaturseidl und Gulasch vs. Kater

Konzentrationsschwierigkeiten, Schlappheit, Müdigkeit, nervöser Magen und irritierter Darm?

So fühlt sich der Kater an. Aber was hilft dagegen?

Reparaturseidl?

Das kann helfen, aber nur vorübergehend. Der Alkoholabbau von wird nur verzögert. Irgendwann muss auch das Reparaturseidl abgebaut werden. Viel Wasser (!) trinken hilft, den Mineralstoffverlust auszugleichen.

Gulasch und fettes Essen?

Naja, das kann eventuell helfen. Das Katerfrühstück ist so individuell wie der Rausch zuvor. Dennoch sind große Fettmengen eher zu vermeiden. Die Leber hat mit dem Alkoholabbau ohnehin sehr viel zu tun, da sind deftige Speisen eher nicht willkommen. Will man die Leber bei der Schufterei unterstützen, kann man ihr mit viel Vitaminen und Mineralstoffen einen Freundschaftsdienst erweisen.

Also gesichert hilft: Zeit, Ruhe und viel Wasser.


Rauschkompetent - so geht ein guter Abend!


Selber fahren und trinken: nix gut!

Wir empfehlen, sich NICHT hinter das Steuer zu setzen, wenn man getrunken hat. Es ist nicht nur teuer, wenn man in eine Kontrolle gerät, sondern man bringt sich und andere Verkehrsteilnehmer in große Gefahr.

Hemmschwelle sinkt, Risikobereitschaft steigt! - Unter anderem senkt Alkohol die Hemmschwelle zum Beispiel für riskantes Verhalten - also am besten bereits VOR dem Weggehen einen kurzen Break einlegen und überlegen wie man weg und wieder heim kommt.

Restfettn - Etwa 0,15 Promille werden pro Stunde abgebaut. Also auch am Tag danach sollte man sich seiner eigenen - möglichen "Restfettn" bewusst sein!

Strafen & Folgen - Grundsätzlich gelten die 0,5 Promille als gesetzliche Obergrenze, für Probeführerscheinbesitzer/innen, LKW- u. Busfahrer 0,1 Promille.