Essstörungen

Essstörungen sind eine Überlebensstrategie. Über-Essen oder Nicht-Essen können kurzzeitig ein Gefühl von Erleichterung, Sicherheit oder Unabhängigkeit verschaffen. Weil es sich dabei immer nur um eine kurzfristige Befriedigung oder Entspannung handelt, braucht es Wiederholungen. Diese Wiederholungen werden zwanghaft und geraten außer Kontrolle. Der Satz "Ich kann ja damit aufhören, wenn ich will" zeigt, dass jemand schon in seelischen Nöten steckt und sein suchtartiges Verhalten nicht mehr ohne weiteres aufgeben kann. Hier ist einfühlsame professionelle Hilfe immer nötig, damit Selbstvertrauen und die eigenen Stärken wieder entwickelt werden können.

 

Formen der Essstörungen.... 

 

 

Arbeitssucht

Was ist Arbeitssucht? Trotz seiner weiten Verbreitung ist das Thema "Arbeitssucht" bislang nicht in die offizielle psychiatrische und psychologische Begriffswelt eingegangen. Einen Grund dafür stellt die unterschiedliche Verwendung dieser Bezeichnung dar. Ganz einfach ist Arbeitssucht auch nicht zu erklären, denn das Problem ist nicht wirklich Arbeit, noch ist es eine "Sucht" im umgangssprachlichen Sinn. Das hat zur Folge, dass Krankheitszeichen und Konsequenzen, die aus Arbeitssucht resultieren, nicht als solche erkannt und behandelt werden. Trotz der nicht genauen Definition kann man an folgenden Punkten eine Arbeitssucht erkennen: · Verfall an das Arbeitsverhalten (die Zentrierung des gesamten Vorstellungs- und Denkraumes auf die Arbeit) · Kontrollverlust (die Unfähigkeit, Umfang und Dauer des Arbeitsverhaltens zu bestimmen) · Abstinenzunfähigkeit (es wird subjektiv als unmöglich erlebt, kürzere oder längere Zeit nicht zu arbeiten) · Auftreten von Entzugserscheinungen bei gewolltem oder erzwungenem Nicht-Arbeiten (bis hin zu vegetativen Symptomen) · Toleranzentwicklung: Zur Erreichung angestrebter Gefühlslagen bzw. Bewusstseinszustände muss immer mehr gearbeitet werden. · Auftreten psychosozialer und/oder psychoreaktiver Störungen Gesellschaftlicher Stellenwert der Arbeit Ein Problem in der Auseinandersetzung mit der Arbeitssuchtproblematik ergibt sich aus dem hohen Stellenwert der Arbeit in unserer Gesellschaft. "Ohne Fleiß kein Preis", "Arbeit macht das Leben süß" - seit ca. einem Jahrhundert ist es eines der wichtigsten Erziehungsziele, Geld und Geltung aus der eigenen Arbeit zu erlangen. Fleiß, Tüchtigkeit und Erfolg werden als Tugenden der Leistungsgesellschaft definiert und entsprechend honoriert. Der Widerspruch, dass diese höchst anerkannten Tugenden Ausdruck einer Krankheit sein können, führt zu erheblichen Vorbehalten gegenüber der Thematik der Arbeitssucht, die so weitreichend sein können, dass manche Menschen sich stolz als süchtig nach ihrer Arbeit bezeichnen. Sowohl Erfahrungsberichte als auch Untersuchungen zeigen, dass arbeitssüchtiges Verhalten gleichermaßen bei Frauen und Männern auftritt und nicht auf bestimmte Berufe oder Positionen beschränkt ist.

Was macht diese Substanz mit mir und wie komme ich davon los?